Kakteen – Individualität, Dornen, Vielfalt und ganz viel Freude

Was kommt dir zuerst in den Sinn, wenn du an Kakteen denkst? Eine staubtrockene Wüste? Gefährliche Dornen? Das allseits bekannte Lied „Mein kleiner grüner Kaktus“? Überlebenskünstler?

Kaktus im Blumentopf

Diese Assoziationen kennen wir vermutlich alle. Aber wir möchten dir hier noch ein wenig mehr über diese faszinierende Pflanze verraten – denn sei dir sicher, es gibt noch unzählige Geheimnisse zu erkunden. Wir versprechen dir: Kakteen sind weit mehr als wunderschöne grüne Überlebenskünstler mit stacheligen Dornen.

Die Varietät der Kakteen ist beeindruckend. Es gibt mehr als 100 verschiedene Gattungen mit über 1800 Arten. So erklären sich auch die großen Unterschiede: einige wachsen nur in heißen Regionen der Erde, andere sind frostfest; einige sind nur 1 cm klein, andere werden über 5-10 m groß; dazu verschiedenste Körperformen und Farben, Blüten und Früchte. Manche Kakteen können bis zu 200 Jahre alt werden – ist das nicht beeindruckend?

Sie werden zu den noch weit mehr Pflanzen umfassenden Sukkulenten gezählt. Die entscheidende Eigenschaft ist, dass Kakteen kissenähnliche Aureolen besitzen, aus denen später die Dornen wachsen. Es sind meist ausdauernde Sträucher, seltener gehören sie auch zur Gruppe der Bäume. Was ihnen ebenso gemein ist, ist ihre Fähigkeit das Wasser lange zu speichern und nach und nach von diesen „Vorräten“ zu leben. Die meisten Kakteen leben in Nord-, Mittel- und Südamerika, Afrika sowie in Gebieten von Wüsten, Gebirgen und Regenwäldern.

Bedeutungen und Pflege der Kakteen

Früher assoziierte man mit einem Kaktus Attribute wie Egoismus und Sturheit. Entsprechend war es nicht wirklich eine gute Idee, eine solche Pflanze zu verschenken. Das sieht mittlerweile aber etwas anders aus, wir verbinden ihn mit Individualität und Ausdauer. Die Dornen stehen sinnbildlich für entschlossenes Handeln und Abwehrbereitschaft.

Freunden einen Kaktus zu schenken bedeutet, dass man sich gegenseitig aufeinander verlassen kann. Es gibt so herrlich schöne Kakteen, bestimmt würden sich viele deiner Freunde darüber freuen – vielleicht insbesondere diejenigen, die gerne mal vergessen, ihre Pflanzen zu gießen.

Kakteen sind unglaublich pflegeleichte Pflanzen. Wie erwähnt können sie das Wasser lange speichern und halten auch eine längere Trockenzeit gut aus. Vermeide in jedem Fall, deinen Kaktus zu viel zu gießen. Auch solltest du ihn nicht zu häufig düngen. Sie sind sehr anpassungsfähig und können entsprechend mit viel aber auch mit wenig Licht und Sonne gut umgehen. Dabei dienen ihnen ihre Dornen als natürlicher Sonnenschutz, da jene das Licht reflektieren – und in eisig kalten Nächten verwandeln sie sich in einen schützenden Mantel. Viele Kakteen sind frostempfindlich; dagegen kann die pralle Sonne in heißen Sommermonaten zur Verbrennung führen. Aufgrund der großen Varietät bei den Kakteen solltest du dich immer gut informieren, welche Präferenzen denn deine Pflanze genau hat.

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Einige ganz besondere Kakteen

Eine der beliebtesten Gattungen bei uns sind die Opuntien, besser bekannt als der Feigenkaktus. Sie gehören zu den sanftmütigen Kakteen, da sie keine kräftigen Dornen besitzen. Ihre wunderschönen Blüten sind ein herrlicher Anblick – doch was danach passiert, das ist großartig. Die Blüten verwandeln sich in essbare Früchte, unsere Kaktusfeigen. Hast du sie vielleicht schon mal probiert? Sie sind grün, gelb oder rot – je nach Art. Das Fruchtfleisch ist dann nicht nur besonders mineral- und vitaminhaltig, es schmeckt auch köstlich. Die Aromen erinnern ein wenig an eine Mischung aus Melone und Birne.

Ein sehr populärer Repräsentant für die Wüstenkakteen ist der Goldkugelkaktus – mit einem Augenzwinkern kennt man ihn auch unter dem Namen „Schwiegermuttersitz“. Dieser war sehr präsent bei den Azteken und hat auch heute noch eine große rituelle Bedeutung. Er ist imposant in seiner Erscheinungsform mit einer Größe von bis zu 130 cm, einer Breite von bis zu 80 cm und seinen 3-5 cm langen goldenen Dornen. Er ist ein Prachtstück unter den Kakteen und insbesondere wenn er etwas älter ist, erfreut er uns dank seiner Blüten im Frühling und Sommer mit seiner atemberaubenden Schönheit. 

Weiteres zu diesen faszinierenden Pflanzen

Kakteen sind in der Regel nicht giftig. Aber vor den teils stahlharten Dornen solltest du dennoch genügend Respekt haben, denn auch kleine Abschürfungen können sich zu Infektionen entwickeln. Insofern empfehlen wir dir generell bei der Pflege deiner Kakteen dornenfeste Handschuhe zu tragen.

Wusstest du, dass Kakteen ein beliebtes Nahrungsmittel sind? Tatsächlich werden die Pflanzen und ihre Früchte gerne für Marmelade oder als Obst und Gemüse verzehrt. Auch dienen sie als sogenannte Wirtspflanze für die Cochenilleschildlaus. Wenn du dich nun fragst, was daran so besonders ist, dann verraten wir es dir: Diese ist für den roten Farbstoff verantwortlich, den wir beispielsweise im Campari oder den hochwertigen Lippenstiften kennen. Abgestorbene Säulenkakteen liefern zudem wertvolles Bauholz und auch in der Pharmazie finden viele Arten eine wichtige Verwendung.

Da das Interesse an Kakteen in den vergangenen Jahrzehnten stetig wuchs, müssen diese Pflanzen heute besonders geschützt werden. Aufgrund ihres Wertes und ihrer besonderen Schönheit stieg auch der Missbrauch. Mittlerweile stehen unzählige Arten auf der Liste gefährdeter Arten und ihr Schutz wird in diversen internationalen Abkommen gesichert.

Haben wir dein Interesse an dieser stachelig-schönen Prachtpflanze geweckt? Es gibt viele, die sich wunderbar als Zimmerpflanzen eignen – und dir als ganz besonderer Blickfang dienen. Verliebe dich in deinen einzigartigen Kaktus – singe mit uns „Mein kleiner grüner Kaktus“!

Kleiner Kaktus

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