Gratis Lieferung von Montag bis Freitag in ganz Deutschland!
Zu Colvin
Colvinpedia

Hängegeranien – die wichtigsten Pflege-, Pflanz- und Vermehrungstipps

Ein sehr traditionelles und für alpennahes Fachwerk typisches Ambiente verbreiten die Hängegeranien. Man kennt diese vielfältige und vielblütige Pflanze von den Rathäusern kleinerer Städte und Dörfer und von den Blumenkästen der Fenster alter Häuser, von denen sie wie Wasserfälle herunterzuströmen scheinen. Mit ihreren diversen Farb- und Musterausprägungen und der gigantischen Blütenzahl auf dem dichten grünen Blatttepisch ist die Hängegeranie ein beliebter Wandschmuck, insbesondere in vorstädtischen und dörflichen Gegenden. Pflege-, Pflanz- und Vermehrungsstipps im Umgang mit dieser Pflanze findest du in diesem Artikel.

rote Hängegeranien
Rund um die hängende Geranie

Die Hängegeranie, botanisch Pelargonium peltatum, gehört zur Pflanzenfamilie der Storchschnabelgewächse und hat ihren natürlichen Ursprung in Südafrika. Schon vor über 400 Jahren wurde sie als Zierpflanze in Europa eingeführt und seid dem zu einer breiten Artenvielfalt kultiviert und gezüchtet. Von Weiß, Rosa, Rot bis Violett, mit oder ohne Streife. Einfach, halbgefüllt bis gefüllt sind ihre Blüten in einfach jeder Form erhältlich. Ihre mehrmonatige Blütezeit von Mai bis Oktober ist nur einer der vielen Gründe warum sich diese Blume in deinem Pflanzenrepertoire lohnt.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Geranie wächst die hängende Geranie, wie der Name schon sagt, nicht vertikal in den Himmel sondern nach unten. Ihre Triebe werden hierbei je nach Art bis zu 1,5 Meter lang. Typischerweise wächst die Hängegeranie in dichten hängenden “Büschen” mit einer großen Zahl an, vergleichsweise zur normalen Geranie, kleinen Blüten. Der Kontrast der käftigen Farben der Blüte zum satten Grün des Blattwerkes in einem dichten Teppich, macht die Blume ganz besonders auffällig und attraktiv.  Die Wuchsart der Pflanze setzt voraus, dass sie nicht, wie die meisten, in den Boden oder einen auf dem Boden stehenden Topf gepflanzt wird, sondern  in einer erhöhten Position steht. Je nach Art mindestens 1,5 Meter hoch.

Bester Standort für die Geranie ums Haus und den Garten

Unser farbenfroher afrikanischer Liebling mag es, wie sich wegen seiner Herkunft vermuten lässt, sehr warm und sonnig. Zwar verträgt die Hangegeranie auch problemlos einen Halbschatten, doch fällt die Quantität an Blüten bei weniger natürlichem Licht auch geringer aus. Da die hängende Geranie eine zierliche und sehr empfindliche Pflanze ist, sollte sie überdacht positioniert werden. Ein  direkter Regeneinfall, sowie starker Wind der gesamten Pflanze schaden kann. Hier bietet sich die Fensterbank an, weil sie von ein wenig überlappendem Dach geschützt, meist jedoch trotzdem sehr sonnig ist. Darüberhinaus hat die Blume von dort aus Platz sich nach unten auszubreiten und schmückt gleichzeitig die unterliegende Wand. Sonstige geeignete Stellen sind erhöhte Standorte in Wand-, Mauer- oder Terrassennähe die einen gewissen Wetterschutz bieten.

Hängegeranie auf dem Fensterbrett

Hängegeranien pflegen

Einer besonderen Pflegebedarf der Sommerblüher eigentlich kaum. Während der heißen Monate sollte immer darauf geachtet werden, dass der hohe Wasserkonsum durchgehend gedeckt ist. Bei einer großen Pflanze muss man ein bis möglicherweise zwei mal täglich gießen. Zur Wachstumsförderung kann man zusätzlich einmal wöchentlich den Nährstoffgehalt der Erde mit Flüssigdünger anreichern. Abgestorbene Blüten fallen von  der hängenden Geranie von selber ab und schaffen dadurch Platz für Neue. Eigentlich mehrjährig, stirbt die Hängegeranie bei unseren klimatischen Bedingungen jedoch im Winter ab, wenn man sie draußen stehen lässt. Hängegeranien pflegen beschränkt sich somit hauptsächlich auf das Gießen und Überwintern.

2 einfache Varianten der Überwinterung:

  • Du holst die Pflanze rein und lässt sie z.B. im Treppenhaus bei gemäßigten Temperaturen und gutem Licht einfach weiter wachsen.
  • Du schneidest die Pflanze stark zurück, topfst sie in ein Erd- und  Sandgemisch und lässt sie an einem kühlen, hellen Platz überwintern.

Beide Varianten sind spätestens im Oktober vor dem ersten Frost umzusätzen. Der Unterschied liegt darin, dass die Pflanze bei der ersten Variante den Winter durch weiterblüht und -wächst und bei Variante 2 in eine Ruhephase versetzt wird.  In Variante 1 bleibt die Pflanze erhalten, wird jedoch ein geringeres Wachstum und gehemmte Blütenneubildung im Folgejahr vorweisen. Der intensive Rückschnitt sowie die winterliche Ruhepause bei Variante 2 sorgen für eine gänzlich neues Austreiben der Hängegeranie im Folgejahr und begünstigt eine verstärkte Blütenbildung.

Prinzipiell lohnt sich die Überwinterung von hängenden Geranien nur wenige Male, da die Pflanze nach einer Weile verholzt, sperrig wird und auch an ihrer Blütenpracht einbüßt.

Hängegeranien vermehren

ehänge geranien vermehren

Hänge Geranien vermehren ist glücklichherweise verhältnismäßig ein Kinderspiel. Um diese Blume zu vervielfältigen  muss man nur einen etwa 10 cm langen gesunden Trieb mit mehreren Blättern, glatt  von der Mutterpflanze abschneiden. Diesen Trieb stellst du dann 1 bis 2 Wochen in eine mit Wasser gefüllte Vase bis sich feine weiße Wasserwurzeln gebildet haben. Anschließend kannst du den Sprößling in Muttererde setzen, diese leicht andrücken und kräftig gießen. Nach wie vor gilt jedoch: Staunässe ist für die Pflanze tötlich und muss deswegen um jeden Preis verhindert werden. Ab April oder Mai, sobald die letzten Fröste vorübergezogen sind kannst du Tochtergeranie dann ins Freie setzen. Ab dem Zeitpunkt wird sie dich den ganzen Sommer mit ihren Farben beglücken.

Viel frische Luft und Spaß beim Gärtnern wünscht,

dein Colvin Team

Komentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.