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Disteln – stachliges Unkraut oder nützliche Heil- und Zierpflanze?

Wer Disteln hört, der denkt an Stacheln. Diese Pflanzen die einen als Kind zerkratzten wenn man durchs Feld rannte. Die, die überall an den Wegesrändern wuchern. Unkraut, das keiner haben will. Aber Vorsicht mit der Verurteilung dieser Pflanzen! Die richtige Sorte im Steinbeet in Szene gesetzt kann wunderschön sein und gern gesehene Frühlingsgäste wie Schmetterlinge und Vögel anlocken. Distel gleich Unkraut? Wir räumen auf mit den Vorurteilen.

Mariendistel

Disteln, was ist das eigentlich?

Der Name Distel wird vom Volksmund im Allgemeinen für unterschiedliche Gattungen verschiedener stachliger Pflanzenfamilien bezeichnet. Oft ähneln sich diese optisch und auch in ihren Standortansprüchen. Nichtsdestotrotz sind es Gattungen die nicht direkt zusammengehören. Teil dessen sind beispielsweise der Mannstreu, auch genannt Edeldistel, die Kugeldistel, die Ringdistel oder die Mariendistel. Was diese Pflanzen in erster Linie vereint, ist ihr Name Distel. Gemeinsam haben sie außerdem ihre Stachligkeit und die meist ähnlichen Standortepreferenzen. Neben Rosen und Lilien sind Disteln eine der beliebtesten Symbole auf Wappen und Bannern. Wegen ihrer Standhaftigkeit und Robustheit gehört sie zu den Nationalblumen Schottlands und soll somit die Unbeugsamkeit seines Volkes representieren.

Disteln als Zierde im Garten

Diejenigen, die Disteln als störendes Unkraut empfinden aufgepasst. Zugegeben, das, was oft in verwilderten Grundstücken und am Wegesrand wuchert, ist nicht zwangsläufig ästhetisch für jeden. Aber dank einer langen Tradition der Züchtung gibt es die verschiedensten Sorten, die sowohl optisch als auch pflegetechnisch unglaublich attraktiv sind und im Garten eine lohnenswerte Bereicherung darstellen. Der blaue bis silberne Schimmer der meisten Sorten bildet eine erfrischende Abwechsung zwischen sonstigem Grün. Ferner bilden die Farben einen auffälligen Kontrast zu Blüten in gelben, roten oder weißen Farbtönen, wie Sonnenhut und Schafgarbe. Darüber hinaus stellen die oft großen und nektarreichen Distelblüten einen Anlaufpunkt und eine Nahrungsquelle für gern gesehene Gäste wie Schmetterlinge, Vögel aber auch Bienen dar. Bienen im Garten beherbergen zu dürfen ist in diesen Zeiten ja sogar praktisch eine Ehre und ist für den Garten ingesamt wichtig und gesund.

Mannstreu als Zierpflanze

Mannstreu

Von den vielen Distelarten ist der Mannstreu, genannt Edeldistel, eine die auch bei uns in Nordeuropa verbreitet ist. Besonders werden seine verschiedenen Züchtungen durch das teils kräftige Blau und den Kranz aus stachligen Blättern um die Blüte  ausgezeichnet. Auch seine Schwester die Elfenbeindistel glänzt mit dekorativem Potenzial. Sie underscheidet sich mit ihrer auffällig silbernen Blütenfarbe und ihrem großen ovalen Blütenkopf. Die Blütezeit dieser Disteln liegt zwischen Juli und August. Da sie aber nicht abfällt, hält sich die Blüte in vertrockneter Form den ganzen Winter durch an der Pflanze und schmückt das Beet als Trockenblume. Erst im März sollte man diese entfernen, da die Distelsamen winterlichen Vögeln als Nahrung dienen und die trockene Blüte dem Beet selbst im Frost einen schönen Anblick gibt. Möchtest du jedoch ein wildes Wachsen verhindern, empfiehlt es sich Verblühtes zu entfernen, da sich die Distelsamen sonst frei aussääen. Wenn du die Blüten entfernst gibt es nur eine logische Konsequenz: Blumenstrauße mit der Edeldistel binden ist die ideale Möglichkeit den Mannstreu zu schönen Dekoobjekten zu recyclen.

Das Beste an Disteln: Das einzige was sie brauchen ist Sonne. So anspruchslos sind diese Pflanzen, dass sie in Steinbeeten und auf trockener Erde problemlos gedeihen. Gießen ist normalerweise nicht notwendig. Die natürliche Menge an Regen ist auch in den heißen Sommerstunden für die Edeldistel ausreichend. Ebenfalls als Gartenschmuck zu empfehlen sind die hübschen Kugeldisteln, deren Blütenköpfe fast perfekt runde, blaue Kugeln sind.

Die Heilkräfte der Mariendistel

Die Mariendistel ist ein Korbblütler der Familie der Corduoideae mit Hauptverbreitungsgebiet im mediterranen Raum bis in den Mittleren Osten. Auch im Norden Europas und Amerikas ist sie heutzutage aufzufinden. Die Pflanze kann zwischen 20cm und 3m erreichen und hat dornig gezähnte Blätter.

Distelblüte

In der Mariendistel schlummern Substanzen die großes Heilpotenzial haben. Allein deshalb lohnt es sich auch diese Distel in seinem Garten present zuhaben. Verantwortlich für die Heilkraft der Mariendistel sind Wirkstoffe namens Silibinin A und B, Silychristin und Silydianin die sich hauptsächlich in der Blüte befinden. Diese Stoffe stärken die Abwehrkraft von Leberzellen und schützen sie so vor Giftstoffen und anderen schädlichen Substanzen. Somit wird der Fortschritt von Leberschäden gehemmt und das Wachstum neuer Zellen gefördert. Zusätzlich enthält die Mariendistel Bitter- und Gerbstoffe die sowohl verdauungsfördernd als auch appetitanregend wirken. Wer diesen Effekt errzeugen möchte kann aus den Früchten der Mariendistel einen Tee machen. Dafür muss etwa 1 Teelöffel der Früchte in einen viertel Liter heißes Wasser gegeben werden. Nach 20 minuten ist der Tee fertig und kann abgegossen werden. Eine halbe Stunde vor der Mahlzeit wird er eingenommen um den Appetit anzuregen. Um den Geschmack zu verbessern kann er zusätzlich mit anderen Kräutern und Fenchel angereichert werden.

Viel Spaß beim experimentieren und Distelblüten- Tee machen wünscht,

dein Colvin Team

 

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