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Agapanthus – Hege, Pflege und die interessantesten Infos

Ein bisschen wie ein Lolli, ein bisschen wie ein Vogelstrauß, ein bisschen wie das Krümelmonster der Sesamstraße. Agapanthus oder auch Schmucklilie genannt erinnert an viele schöne Dinge. Bei dem Anblick kann man seiner Fantasie wahrhaft freien Lauf lassen. Als Mitglied der Familie der Lauchgewächse ähnelt sie, mit ihrem auf hohem Stil stehenden Blütenkuppel, optisch leicht dem Allium (Zierlauch). Ihren Zweitnamen Schmucklilie erhielt diese Pflanze da sie früher irrtümlicherweise den Liliengewächsen zugeordnet wurde. Wie du deinen eigenen Agapanthus am besten hegst und pflegst erfährst du hier.

Agapanthus

Die außergewöhnlich Staude kommt ursprünglich ausschließlich aus südafrikanischen Graslandschaften und machte Ende des 17. Jahrhunderts ihren Weg nach Europa. Holländische Seefahrer, welche die ehemalige niederländische Kapkolonie in Südafrika zu einem wichtigen Versorgungsstandort auf der Rute nach Indien machten, entdecken das Zierpotential dieser schönen Pflanze und brachten sie im Zuge dessen nach Mitteleuropa. Hier ist sie seither eine beliebte Topf und Beetpflanze in vielen öffentlichen Parks und privaten Gärten. Sogar als Schnittblume für einen Strauß aus dem eigenen Garten eignet sich die Blume aufgrund ihrer Schönheit und guten Haltbarkeit. In verschiedenen Blau-, Violett- und Weißnuancen und in Wuchshöhen zwischen 50 cm und 180 cm gibt es verschiedenste Arten. Auch den ansehnliche Blattschopf mit den langen schwertartigen Blättern gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Sattgrün pur, mit Streifen oder sogar weißem Rand. Wenn dir einen Agapanthus wünschst musst du dich bei dieser Vielfalt nur entscheiden können.

Welche Art Schmucklilie hätte ich gern?

Bei dieser Frage muss man eine Sache besonders beachten: Möchte ich meinen Pflanze im Topf stehen haben oder nach draußen ins Beet pflanzen? Denn es gibt grundsätzlich Arten mit 2 verschiedenen Eigenschaften. Die immergrünen und die sommergrünen Agapanthus. Sommergrüne können prinzipiell (wenn der Winter nicht ausnahmslos kalt ist) in Deutschland draußen im Beet überwintern. Immergrüne dagegen konnen nur im Topf gehalten werden, da sie November bis April draußen nicht überleben würden.

Wann blüht die Agapanthus eigentlich?

Hauptblütezeit dieser Pflanze ist um den Monat Juli und August. Ihr großer Vorteil ist jedoch, dass sie nicht nur während der Blüte einen wundervollen Anblick bietet. Ihr buschiger Blätterschopf verbreitet die Note eines frischen und saftigen Grüns, über das sich jedes Auge freut. Nach der Blüte dagegen begeistert der ehemalige Blütenstand mit hübschen Kapselfrüchten, die ebenfalls ihre eigene Ästhetik mitbringen. Somit ist die afrikanische Schmucklilie eine wirklich vielfältige und wandelbare Dekoration, die während des Jahresverlaufes nicht langweilig wird.

Agapanthusblüte

Standort – Wo fühlt sich meine Schmucklilie besonders wohl?

Obwohl die Schmucklilie an einem halbschattigen Platz überleben kann, sollte sie mit soviel Sonne wie möglich versorgt werden. Am besten vollsonnig, denn nur so entwickelt sich die Blüte wirklich optimal. Der Boden unter der Pflanze sollte möglichst nährstoffreich und gut feuchtigkeitsdurchlässig sein. Staunässe verträgt auch der Agapanthus wie viele andere Pflanzen nicht gut, da die Gefahr von Fäule and den Wurzeln entsteht.

 

Agapanthus Pflege – Gießen, Düngen und Schneiden

Gießen:                  Während der Blütezeit braucht die Blume ziemlich viel Wasser. Einmal am Tag kräftig gießen ist Minimum.

Düngen:                 Da die Pflanze Nährstoffe mag, kannst du einmal im Monat ein wenig düngen. Jedoch gilt hier das Prinzip, wenn die Bedingungen nicht ideal sind, blüht sie besser. Das heißt, dass zu viel Dünger die Blüte hemmt.

Schneiden:           Üblicherweise braucht die Schmucklilie keinen Rückschnitt. Verblühtes sollte jedoch samt Stil entfernt werden um die erneute Blütenbildung anzuregen und der Pflanze Energie zusparen.

Schmucklilie

Agapanthus im Topf und wie man ihn überwintert

Entscheidest du dich für eine immergrüne Variante, dann ist der Kübel Pflichtprogramm. Beim Einpflanzen in den Topf muss bereits für die entsprechende Durchlässigkeit der Erde gesorgt werden. Dies erreichst du, indem du eine Schicht aus Kies oder Blähton unter die Erde gibst. Die Topferde in die du die Schmucklilie pflanzt kann ruhig humushaltig sein, da die Pflanze nährstoffbedürftig ist. Um für eine optimale Blüte zu sorgen sollte der Topf nicht wesentlich größer als der Wurzelballen sein, denn die Agapanthus ist ein kleine Masochist ;).  Denn die Blüte kommt bei ihr am besten, wenn die Lebensbedingungen nicht ganz so ideal sind.

Von April bis Oktober können die immergrünen Varianten der Schmucklilie auch bei uns im Freien verbringen. Vor dem ersten Frost des Jahres sollten die Pflanzen jedoch reingeholt werden um keine Kälteschäden zu erleiden. Während der Winterruhe fühlen sie sich an einem hellen und kühlen Ort sehr wohl. Die Temperaturen sollten nicht über 8ºC steigen und nicht unter 5ºC sinken. Gegossen wir im Vergleich zum Sommer wenig. Ab April nach dem letzten frühjährlichen Frost kann die Pflanze wieder nach draußen gestellt werden.

Sommergrüne Agapanthus Arten können den Winter im Beet verbringen. Sie sollten jedoch vor dem ersten Frost mit einer Laubschicht vor der Kälte geschützt werden.

Viel frische Luft und Spaß beim Gärtnern wünscht,

dein Colvin Team

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